California Roadtrip – meine Erfahrungen und Tipps

Hallo ihr Lieben,

meine Amerikareise ist momentan jetzt schon fast 3 Monate her. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.. Naja, trotzdem möchte ich euch ein paar Empfehlungen nicht vorenthalten! Aber erstmal zu der groben Übersicht.

Ich war im Juli mit meinen Eltern und meinem kleinen Bruder für 3 Wochen auf einem Roadtrip durch Californien, Nevada und Arizona. Wir hatten einen Juicy Campervan, den ich euch echtsehr empfehlen kann. Das ist so ein total bunter umgebauter Van, der oben eine elektrisch aufkommende Schlafniesche hat, und hinten kann man auch noch eine Matratze ausklappen. Außerdem hat er eine Küche, Waschbecken und eine Kühlschrankschublade. Wirklich sehr praktisch und man kommt immer mit Leuten ins Gespräch, die sich den Van mal von innen angucken wollen, oder man wird auf der Straße fotografiert oder belächelt :D. Man fällt definitiv auf! Da wir nicht jede Nacht gecampt haben, sondern auch mal in Apartements oder Motels waren, ging es mit vier Leuten gut. Auf Dauer wäre es aber sehr anstrengend geworden, da man halt abends immer ziemlich rumräumen muss, damit man das ganze Gepäck unterbekommt. Bei uns war das Auto wirklich immer sehr chaotisch ;D. Aber unser Juicy war echt recht günstig, und war kleiner als diese riesen Wohnmobile mit denen man in den Städten ja garnicht richtig fahren kann. Wenn ihr euch dafür interessiert, verlinke ich euch das Auto hier mal. Den gibt es in Australien übrigens auch. Und es hat in Californien Stationen in LA und San Fransisco, und in Las Vegas kann man es auch noch abholen oder wieder zurückgeben, die Orte dafür können auch verschieden sein. Ach und sorry für diese Bilderflut, es war einfach zu schön;D.

Unser Juicy
Unser Juicy

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Wir sind mit dem Flieger in LA angekommen, und sind am nächsten Nachmittag weiter in Richtung zum Grand Caynon gefahren. Dazwischen haben wir eine Nacht mitten in der Wüste übernachtet. Nach dem Grand Caynon sind wir weiter Richtung Las Vegas gefahren, und haben wieder einen Zwischenstopp gemacht, diesmal in Bullshead, der hässlichsten Stadt überhaupt. Erstmal war es wegen der Wüste unfassbar heiß, dann war unser total überteuertes Zimmer ziemlich ekelhaft, es wimmelte nur so von am Colorado River grillenden Mexikanern und das Ufer war mit hässlichen Casinos bebaut. Wirklich nicht empfehlenswert und es hat mir nochmal mehr gezeigt, das Menschen schöne Natur echt zerstören können. Aber wir brauchten halt irgendeinen Zwischenstopp in dem man es bei dieser Hitze aushält und hatten dann auch irgendwann keine Lust mehr weiter zu fahren.. Naja nach Las Vegas sind wir dann zum June Lake gefahren, dann zum Yousemite National Park und nach San Fransisco. Danach ging es dann auch den legendären und wunderschönen Highway No.1 auf dem wir Zwischenstopps in Monterey und Cambria hatten. Und am Ende haben wir unser Auto wieder in LA abgegeben und noch drei Nächte am Venice Beach verbracht.

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Soo das war es jetzt erstmal zu den formalen Sachen zu unserem Roadtrip, jetzt geht es zu meinen kunterbunt vermischten Tipps und Higlights:

Marmosa Beach, LA:

Als wir an unserem ersten Tag nachmittags in LA ankamen, war ich ertsmal ziemlich enttäuscht, weil die Gegend in der Nähe vom Flughafen echt hässlich ist und unser Taxifahrer zudem auch noch unfassbar unfreundlich war. Aber nachdem wir dann die große Straße neben unserem Motel überquert haben, kamen wir in eine unfassbar süße Wohngegend, sehr hügelig, riesige reiche Villen und Häuser und der Blick auf das Meer. Dort hat uns dann sofort eine nette Amerikanerin mit ihrem Hund angesprochen und hat uns ganz viele Tipps gegeben, unter anderem zum Marmosa Beach zu gehen. Das kann ich euch echt empfehlen, denn erstmal ist der Strand total schön und dann gibt es noch so eine kleine Straße die zum Pier führt, in der es kleine Surfershops, aber vorallem Restaurants gibt. Die Leute waren alle sehr cool und sportlich und der Strand sehr schön. Eigentlich stehe ich nicht auf so Strände ohne Felsen und nichts, aber der hat mir echt gefallen. Die vielen immer unerschiedlichen Häuser, der breite Sandstrand und die türrkisen, typisch amerikanischen Aufsichtstürme für die Rettungsschwimmer.

Eine Übernachtung in der Wüste:

Auf dem Weg zum Grand Caynon, haben wir eine Nacht quasi ganz allein auf einem RV-Park mitten in der Wüste übernachtet. Als wir angekommen sind, war es dunkel, unfassbar heiß und außer zwei beleuchteten Wohnwagen haben wir den ganzen Abend nichts gesehen, was auf andere Menschen hinwies. Außerdem gab es ein Schild am Toilettenhäuschen, dass das ganze Jahr über Snake Season ist :O. Das hat mir erstmal ordentlich Angs gemacht, und ich bin nur noch singend und trampelnd rumgelaufen, aber wir haben zum Glück keine gesehen. Nur riesige Kakteen und ein gigantisches Gewitter was zuerst noch eit von uns weg war, sodass wir die ganzen Blitze sehen konnten. Ich gebe zu, die Nacht war nicht perfekt und unfassbar heiß, aber es war irgendwie total abenteuerlich und ich hatte dieses Freiheitsgefühl. Also, macht das aus, übernachtet spontan irgendwo mitten in der Wüste!

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RV-Park mitten in der Wüste
RV-Park mitten in der Wüste

Sonnenuntergang/-aufgang am Yaki Point am Grand Caynon:

Nur zu empfehlen. Den Sonnenaufgang wollte sich leider niemand mit mir angucken und alleine konnte ich ohne Auto von unserem süßen Campingplatz nicht hinkommen, aber das muss auch traumhaft sein. Den Sonnenuntergang habe ich aber gesehen, und es wae gigantisch, der rot gefärbte Himmel, und zu unserem Pech kam gerade ein ziemlicher Sturm und Gewitter auf, weshalb wir die ganze Zeit von den Parkwächtern dort aufgefordert wurden in so ein Museum mit Panoramafenster zu gehen. Aber auch von dort war es gigantisch. Rechts von uns der dunkle Himmel und die Blitze und links von uns die gerade untergehende Sonne.

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Panorama Trail Yousemite Park:

Leider startet die Tour am Glacier Point und für die Fahrt dahin, muss man die Tickets wirklich früh im Vorraus buchen. Aber falls ihr das schafft kann ich es euch wirklich nur empfehlen! Die Tour geht viel bergab und ist deshalb definitiv machbar, ich glaube wir haben so um die 5 Stunden gebraucht und hatten gigantische Aussichten. Eine Pause haben wir an einem Wasserfall gemacht, sind oben geschwommen und haben ein Rehkitz beim trinken beobachtet. Es war wirklich wunderschön.

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Wasserfall im Yousemite Park
Wasserfall im Yousemite Park

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Mit dem Rad über die Golden Gate Bridge fahren:

San Fransisco ist toll. Und diese Aktivität ist sehr bekannt,überall gibt es Fahrradshops die ihre Fahrräder verleihen. Und es lohnt sich. Es macht Spaß und man sieht San Fransisco auch mal von weiter weg.

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Whale watching in Monterey:

Oh Gott das kann ich wirklich nur empfehlen. Man kann natürlich auch Pech haben, aber wenn ihr wie wir Glück habt ist es atemberaubend. Wir sind zuerst mit einem kleinen Boot (sehr zu empfehlen, weil man näher an den Tieren dran ist) ca. eine Stunde aufs Meer rausgefahren. Dann haben wir zuerst immer nur ein paar Flossen von Buckelwaalen gesehen, was auch schon krass war, aber wir haben uns die ganze Zeit so gewünscht sie endlich mal ganz zu sehen!  Und dann irgendwann sind zwei Waale rausgesprungen, immer wieder, haben sich gedreht und eine richtige Show gemacht, in freier Wildbahn! Es war gigantisch, die wollten garnicht mehr aufhören, selbst als wir irgendwann aus Zeitgründen zurück mussten.

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Whale watching
Whale watching

Werdet Club-Mitglied:

Komischerweise gibt es in jedem amerikanischen Supermarkt normale Preise und viel günstigere für Club-Mitglieder, warum auch immer. Am Anfang haben wir das ganze nicht so ganz verstanden, aber dann haben uns Freunde darauf hingwiesen und es ist wirklich unfassbar einfach Club-Mitglied zu werden. Ihr müsst einfach ein Mitarbeiter danach fragen und schon kriegt ihr ne Karte, womit ihr im Internet eure Daten angeben könnt, müsst ihr aber nicht, die Karte allein reicht.

Panda Express und Chipotle:

Ich war wirklich überrascht wie viele gesunde und leckere Fast Food Ketten es in der USA gibt. Die beiden waren meine Favoriten, chinesich und mexikanisch. Unglaublich lecker, frisch und auch recht gesund.

June Lake:

Viele lasse die sehen, kurz vorm Yousemite Park aus, aber der June Lake war definitiv eins meiner Highlights. Türkisblaues, erfrischendes Wasser umgeben von Bergen und grünen Wäldern. Unser kleiner Campingplatz war super süß, schön gelegen und ohne Dusche.

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Das war es mit meinen Tipps. Zum Schluss möchte noch darüber reden was wir hätten besser machen können. Wir haben drei Nächte in Cambria in einer süßen Pension direkt am Meer verbracht, in der Hoffnung ein paar Strandtage zu haben. Pustekuchen. Bis LA ist das Wasser so unfassbar kalt, dass man sich darin höhstens 30 Sekunden drin aufhalten kann, und ich bin diese Art von Person, die auch im Herbst im Fluss schwimmen geht. Außerdem ist der Ort einfach unglaublich öde und von lauter Rentnern besetzt. Außerdem hätten wir im Nachhinein noch nach San Diego fahren sollen, der Ort wurde uns echt von vielen empfohlen, gerade zu schwimmen.

Allgemein war dieser Roadtrip aber wirklich gigantisch. Unglaublich abenteuerlich, abwechslungsreich und schön. Californien ist so schön und bietet so viel Landschaft. Wirklich nur zu empfehlen und ich möchte definitiv nochmal wieder kommen! Ich hoffe euch hat dieser Post gefallen und ein bisschen Lust gegeben, auch mal einen Roadtrip durch Califonien zu machen:).

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Blick von unserer traumhaften Wohnung in San Fransisco
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In Las Vegas

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Auf dem Weg zum Grand Caynon
Auf dem Weg zum Grand Caynon
Auf dem Highway Nr.1
Auf dem Highway Nr.1
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6 Gedanken zu “California Roadtrip – meine Erfahrungen und Tipps

  1. Soo cool! :)…America ist echt ne Wucht^^…bin auch schon ma da an der Küste entlang gereist :).. San Francisco bis LA :O :D….meine nächste Reise soll dann eine mexiko rundreise werden …aber dafür muss ich wohl noch ein bisschen sparen^^…Vielen Dank für deinen Bericht, bei mir wurden wirklich schöne Erinnerungen wieder geweckt :)…LG und immer schön weiterreisen^^

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